Delicious- Ein Besuch bei Papa Lufu

Foto1Auf meiner Suche nach Menschen und Orten die mich mental, emotional und spirituell nähren und inspirieren ist mir vor ca. eineinhalb Jahren Papa Lufu´s Laden Delicious wieder in den Sinn gekommen, zu dem mich ein Freund vor Jahren zuvor mal mitgenommen hatte. Seit dem habe ich vermehrt den Kontakt gesucht, habe Freunde mitgenommen damit sie das Restaurant auch kennenlernen denn wenn ich von etwas überzeugt bin dann verbreite ich die frohe Botschaft damit alle davon profitieren. Papa Lufu ist ein gutmütiger und energiegeladener Mann aus Guinea Bissau, einem kleinen afrikanischen Land am atlantischen Meer. In seinem kleinen Restaurant erkennt man sofort seine Natur- und Afrikaverbundenheit, die Wände sind in warmen Erdtönen gestrichen, es stehen einige Pflanzen zur Zierde und ganz unverkennbar hängen an den Wänden eine Ghanaische Flagge und eine weitere Flagge auf der der afrikanische Kontinent abgezeichnet ist mit Ikonographien vieler die sich für die Einheit Afrikas einsetzten und den Pan­Afrikanischen Gedanken forcierten z.B. Malcolm X und Patrice Lumumba.

Während des Interviews trinken wir selbst zusammengestellten Kräutertee mit Victor, meinem Partner auf der Mission die afrikanische Küche zu veganisieren. Ihm hatte ich von Papa Lufu und seinem Afro-vegetarischen Restaurant erzählt und da hatte er gleich Lust mitzukommen.

Vegetarisch

Meine erste Frage an Papa Lufu ist, seit wann ernährst du dich vegetarisch? (Denn ich kenne hier in Deutschland nur knapp 5 weitere Afrikaner die sich vegetarisch ernähren und nur 2 aus der Generation 50+)

Papa Lufu: Es ist meine Wurzel, meine Ernährungsgrundlage. Geboren und aufgewachsen in Guinea Bissau mit Eltern die ihr eigenes Gemüse und ihren eigenen Reis angebaut haben, bin ich mit vegetarischer Ernährung aufgewachsen. Viehzucht war auch in der Region, BIOmbo in der ich geboren wurde nicht üblich, somit war auch der Gedanke an Fleischverzehr nie ein Thema. Wir haben unser Essen angebaut, wachsen sehen und bis zur Ernte begleitet. Das gibt einem auch ein gutes Gefühl, das Gefühl das man etwas geschafft hat. Mein Vater hat mich schon immer gefragt, wie kann Gemüse oder Obst in einer Dose 1 Jahr halten? Das ist doch nicht gut für uns, das ist Gift!!

Essen und Spiritualität 

Meine zweite Frage ist  in welchem Zusammenhang siehst du Ernährung und Spiritualität?

Ich bin ein Rastaman, Natur ist mein Glauben und jemand der die Natur ehrt, achtet natürlich darauf was er isst. Natur ist Liebe,Spiritualität,im Einklang sein mit seinem inneren Gott. Wenn wir die Natur als Mutter der Menschheit sehen, dann essen wir das was wir von der Natur angeboten bekommen.

Diese Antwort war die perfekte Überleitung zu meiner nächsten Frage.

Was bedeutet Nahrung für dich?

Für mich ist Nahrung nicht nur physikalische Masse, wir brauchen nicht nur feste Nahrung für unseren Magen sondern wir ernähren uns auch von unseren Gedanken. Wenn wir Ruhe in unseren Gedanken haben bedeutet das, dass wir Frieden mit uns und unserem Umfeld schließen. RELAX IN DEINER SEELE! Wir nähren uns in dem wir in unserer vollen Authentizität  von unserer Gemeinschaft akzeptiert und geliebt werden. An erster Stellen müssen wir unser Herz und unsere Seele nähren im dem wir uns selber lieben und diese Liebe mit anderen Teilen.

Wieder ein sehr fließender Übergang,der sich automatisch vollzieht wenn man ,wie eine richtig gestimmte Gitarre im Einklang ­mit den Menschen in seiner Umgebung und dem Universum ist.

Was war deine Motivation dein Essen mit anderen zu teilen?

Ich wollte schon immer meine Gedanken, meine Liebe und meine Freude im Leben teilen denn ich trage viel Sonne in meinem Herzen. Die Liebe und die Freunde in meinem Herzen  teile ich mit all denen die die Wärme und das Licht der Sonne im Leben brauchen.  Zu kochen und meine Liebe in das Essen einfließen zu lassen und diese Liebe einem anderen anzubieten um ihn ein Stück glücklicher zu machen, das ist mein Glück, meine Freude. Rastafari!

Was ist dein Tipp für einen ganzheitlich gesunden Lebensstil?

Ich kann nur für mich sprechen und meine Strategie um mein Leben und mein Beruf voller Energie zu meistern heißt morgens bevor der Tag beginnt etwas Gymnastik. Der physikalische Körper braucht Bewegung und Bewegung bedeutet für mich Stabilität, wie schon gesagt wenn man im Inneren Ruhe hat dann hat man Frieden mit sich selbst und anderen.  Nicht oberflächlich sondern immer mit Positiv Vibes! Vom Herzen.  Außerdem steigert Sport mein Wohlbefinden und meine Selbstliebe sodass ich dem Leben offener und froher gegenüber treten kann. Ich denke auch, dass es viel mehr Afrikanern gut tuen würde eine gesunde Ernährung und Sport in ihr Leben zu integrieren um sich selbstsicherer in die Gesellschaft einzubringen.

Egal was man macht, man sollte es mit Liebe machen und wenn man etwas liebt dann ist es leicht es zu tun und durchzuhalten. Ich will einfach meine Liebe teilen.  Ich bin der Meinung, dass man generell  immer seine Gefühle teilen muss egal was die Welt dazu sagt oder wie sie darauf reagiert. Positive Vibration!

Eine Frage die Victor noch beantwortet haben wollte.

Lebt deine Familie auch vegan/vegetarisch?

Meine Kinder sind bereits in die Waldorf-Krabbelgruppe gegangen und sind heute noch auf der Waldorfschule. Dort wird den Kindern nur ökologisches und vegetarisches Essen serviert und gleich dazu der Respekt vor dem Leben und anderen Lebewesen. Dies war mir und meiner Frau immer sehr wichtig .Die Aufklärung über eine gesunde Ernährung ist die Grundlage um sich in einer Welt voller Verwirrung und Ablenkung zu orientieren und die richtigen Entscheidungen für sich und seine Gesundheit zu treffen.

Vielen Dank an Papa Lufu!

 

Und um diesen tollen Mann selbst mal in Aktion zu sehen geht vorbei!

Delicious

Holsterhauser Str. 32, 45147 Essen,

Nordrhein-Westfalen, Deutschland

 

 

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Teurer Spaß

Hallo Leute,

heute war ich im Veganz- Der vegane Supermarkt einkaufen. Der Laden ist wie es das Schicksal so will direkt bei mir um die Ecke. Ich dachte mir, komm Joana holst du mal ein paar Basics und die Zutaten für meinen ersten bezahlten Auftrag , kleine Schoko-bites für eine Geburtstagsparty zu kreieren. Zuerst widmete ich mich dem frisch-Gemüseregal, dann kam der große Topf Mandelmus dazu, Tahin, Hanfmilch, Reis-Kokosmilch, dies, das Ananas.

Ich stehe an der Kasse und BOOM!!!!!  96€bitte.

Dazu kann ich nur sagen, Status: arbeitslos und vegan on a budget aber was sein muss muss sein.#Prioritätensetzten#liebedeinenTempel#liebedeinLeben#only organicfoodisrealfood

Dazu kommt aber, das ich die Veganz Kundenkarte habe und ganz fest davon ausgehe, das ich nächsten Monat die 1000€ bedingungsloses Grundeinkommen gewinnen werde. Man muss investieren um die Früchte zu ernten. 😉 Drückt mir die Daumen.

OneLove. OneLive

Joana

Überzeugungssysteme

*Karnismus ist ein unsichtbares System aus Überzeugungen oder Ideologien, das die Menschen darauf konditioniert, bestimmte Tiere zu essen. Karnismus ist das genaue Gegenteil von einer vegetarischen oder veganen Lebenseinstellung; „Karn“ bedeutet „Fleisch“ oder „aus Fleisch“ und „-ismus“ bezeichnet ein Überzeugungssystem.

Normal, Natürlich & Notwendig

Diese drei N’s wurden in der Geschichte der Menschheit schon immer dazu benutzt, um ausbeuterische Herrschaftsverhältnisse zu rechtfertigen; vom Sklavenhandel in Afrika über die Unterdrückung der Frau, bis hin zum Nazi-Holocaust. Sobald eine Ideologie erst einmal ihren Höhepunkt erreicht hat, werden diese Mythen nur von einer Minderheit in Frage gestellt. Erst wenn das System kollabiert, schüttelt man rückblickend den Kopf und kann nicht glauben, wozu Menschen fähig sind.

Die drei N’s sind so stark in unserem sozialen Bewusstsein verankert, dass sie unser Handeln lenken, ohne dass wir über sie nachdenken. SIE DENKEN FÜR UNS! Wir leben, als ob sie universelle Wahrheiten wären, dabei sind sie nichts anderes als Meinungen.

Diese drei N’s sind also mächtige Instrumente, die es ermöglichen, unser Handeln zu beeinflussen. Aber sie machen noch mehr: Sie lindern unser moralisches Unbehagen. Wenn sich in uns der Gedanke regt, dass man eigentlich nicht einverstanden ist mit der Art, wie wir mit Tieren umgehen, kommen die drei N’s auf den Plan und sagen: „Es ist normal! Es ist natürlich! Es ist notwendig!“ Und die meisten Menschen sind erleichtert, dankbar für eine gute Entschuldigung und denken, sie müssten ihr Verhalten nicht ändern.

Die drei N’s wirken also wie geistige und emotionale Scheuklappen und verdecken die Widersprüche zwischen unserem Empfinden gegenüber Tieren und der Art und Weise, wie wir sie tatsächlich behandeln.

Fleisch & tierische Produkte essen – ist das wirklich normal?

Vegetarier und Veganer hören das wieder und wieder: Menschen haben schon immer Fleisch gegessen. Jeder isst Fleisch. Fleisch essen ist normal. Aber was bedeutet das eigentlich? Sind unsere sozialen Normen objektive Tatsachen? Sind sie angeboren oder von Gott gegeben? Ganz und gar nicht. Sie wurden von Menschenhand gemacht und sie können von Menschenhand auch wieder abgeschafft werden.

Fleisch & tierische Produkte essen – ist das wirklich natürlich?

Es gibt immer noch zu viele Menschen, die meinen, Fleisch essen sei natürlich, da die Menschheit schon seit Jahrtausenden Tiere gejagt und gegessen hat – und leiten deshalb ab, es sei gerechtfertigt, Tiere zu essen. Aber reicht dieses Argument aus? Sind Dinge vertretbar, nur weil wir sie schon immer getan haben? Wenn wir an Verbrechen wie Mord, Vergewaltigung oder Diebstahl denken, wird schnell klar: Auch das hat es schon immer gegeben, aber deshalb ist es noch lange nicht richtig. Kein Mörder käme mit der Rechtfertigung „Mord und Totschlag hat eine lange und feste Tradition in der Menschheitsgeschichte!“ vor Gericht davon – zu Recht! Denn worauf es ankommt, ist nicht die Natürlichkeit einer Handlung, sondern ihre Vertretbarkeit.

Und auch in anderen Hinsichten kämen wir nicht auf die Idee, auf die Natürlichkeit der Dinge zu pochen: Frauen rasieren sich ihre natürliche Bein- und Achselbehaarung, wir verwandeln Feld und Wald in Flughäfen und Autobahnen, damit wir nicht auf unsere natürlichen Fortbewegungsapparate (nämlich unsere Beine) angewiesen sind, und auch mit Verhütungsmitteln schlagen wir der Natur ein Schnippchen. Was lernen wir daraus? Wir suchen uns sehr wählerisch und willkürlich aus, was wir für natürlich und deshalb vertretbar halten, und was nicht. Warum das so ist? Karnismus* hat die Tücke, sich zu „naturalisieren“, sprich: Das karnistische Denksystem hat die Fähigkeit, uns ein Gefühl falscher Natürlichkeit zu vermitteln.

*Karnismus ist ein unsichtbares System aus Überzeugungen oder Ideologien, das die Menschen darauf konditioniert, bestimmte Tiere zu essen. Karnismus ist das genaue Gegenteil von einer vegetarischen oder veganen Lebenseinstellung; „Karn“ bedeutet „Fleisch“ oder „aus Fleisch“ und „-ismus“ bezeichnet ein Überzeugungssystem.

Fleisch & tierische Produkte essen – ist das wirklich notwendig?

Der Glaube daran, dass es „notwendig“ ist, Fleisch zu essen, ist eng verbunden mit dem Glauben, es sei „natürlich“, Fleisch zu essen. Denn wenn es biologisch notwendig ist, Tiere zu essen, bedingt der Fleischkonsum das Weiterbestehen der menschlichen Spezies. Und obwohl uns eigentlich klar ist, dass es sehr wohl problemlos möglich ist, ohne Fleisch ein gesundes und langes Leben zu führen, berufen wir uns trotzdem immer wieder auf den Mythos, der Konsum von tierischen Produkten sei notwendig. Und dabei ist genau das Gegenteil der Fall! Der Konsum von tierischen Produkten steht eng im Zusammenhang mit Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs.

Und was ist mit den Arbeitsplätzen? Die Tierindustrie ist doch wirtschaftlich gesehen eine Notwendigkeit, stimmt’s? Falsch! Zum einen hören die Menschen nicht auf zu essen oder zu konsumieren, bloß weil sie keine Tiere mehr essen. Ihr Konsum verändert sich und die Wirtschaft bräuchte nicht lange, um sich darauf einzustellen. Aber grundsätzlich darf eine Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch auf ein ethisches Bewusstsein erhebt, eine solche Argumentation gar nicht erlauben. Hätte die Sklaverei in den Vereinigten Staaten nicht abgeschafft werden sollen, weil das einen Zusammenbruch der bis dahin gekannten Wirtschaftsordnung bedeuten würde? Sollten Kriege geführt werden, weil die Waffenindustrie ein florierendes Geschäft ist, für unzählige Menschen Arbeitsplätze bereithält und dem Bruttosozialprodukt ein dickes Plus beschert?

Quelle:Vegan Start by Peta

Milch und ihre vermeintlichen Vorteile

Hallo Leute,

wir sind alle aufgeklärte Verbraucher – das denken wir zumindest. Sie kennen aber bestimmt auch Marketing-Tricks und Werbebilder, die ganz offensichtlich nichts mit der Realität zu tun haben und dennoch eine heile Welt für unser Gewissen vortäuschen.

Die Milchindustrie hat hierzulande die Nahrungsmittelindustrie fest im Griff. Sie bezahlt eine riesige Anzahl von Ernährungsexperten, Ärzten und Forschern dafür, für Milchprodukte zu werben, und gab im Jahr 2010 in Deutschland 513,7 Millionen Euro für die Bewerbung von Molkereiprodukten aus. Nur Süßigkeiten werden mit 722,2 Millionen Euro noch stärker beworben. Wie viel Geld fließt wohl in die Werbung von Salat und Gemüse? Aber: Milch enthält über 65 % gesättigte Fettsäuren. Milchzucker (Lactose) ist für viele Menschen unverträglich und ruft starke Bauchschmerzen hervor. Damit Kühe Milch geben, müssen sie ständig schwanger sein. In der Milch, die eigentlich ihr Kälbchen groß und stark machen soll, finden sich jede Menge Wachstumshormone. So verwundern die vielen negativen Auswirkungen des Milchkonsums nicht, die in einer Reihe von Studien nachgewiesen wurden.

Die gesundheitlichen Gefahren durch Milchkonsum

Die gesundheitlichen Gefahren durch Milch und Milchprodukten (Käse, Butter, Joghurt) lassen sich am besten zusammenfassen durch die Aussage von Professor Dr. Frank Oski, angesehener Kinderarzt und ehemaliger Präsident der amerikanischen Gesellschaft zur Erforschung von Kinderkrankheiten (US Society for Pediatric Research):

„Wenn die Öffentlichkeit erst einmal über die der Milch innewohnenden Risiken informiert ist, werden vielleicht endlich nur noch die Kälber die ihnen zustehende Nahrung trinken. Denn nur Kälber sollten Kuhmilch trinken.“

Brustkrebs
Der Verzehr von Milchprodukten ist mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden, weil Milchprodukte einen hohen Gehalt an Fett, tierischem Protein und Hormonen enthalten – also jenen Substanzen, die ein Krebsrisiko erhöhen. Seit den 1980ern haben Studien fortlaufend den Milchkonsum mit einer hohen Inzidenz von Brustkrebs und anderen Krebsarten in Verbindung gebracht. Frauen, die ihr Brustkrebsrisiko minimieren wollen, sollten daher Milch, Milchprodukte und Fleisch vermeiden.

Osteoporose
Osteoporose ist eine Krankheit, die sich durch eine geringe Knochendichte und den Abbau von Knochengewebe auszeichnet. Mehrere Millionen Menschen in Deutschland sind gefährdet, an Osteoporose zu erkranken. Wer seine Knochen schützen will, sollte auf eine gute Kalzium- und Vitamin D-Versorgung achten und sich häufig bewegen. Doch Milchtrinken ist dazu nicht nötig.

Übergewicht
Ärzte und Ernährungsfachleute wussten schon lange, dass fettreiche Nahrungsmittel, wie beispielsweise Milchprodukte, aus einer ganzen Reihe von Gründen zur Fettleibigkeit beitragen. Mit jedem Stück Käse wächst die Wahrscheinlichkeit, noch ein paar Zentimeter Hüftumfang dazu zu bekommen.

 

Quelle: Peta Vegan Start Programm

Die Sache mit dem Welthunger

Dies ist ein Auszug aus dem VeganStart Programm von Peta. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt dann checkt mal die Seite:

http://peta.us1.list-manage.com/subscribe?u=b9dcb3d2ac1f430debc18e92c&id=7d5e383fa8

Fleisch- und Milchprodukte sind Lebensmittelverschwender Nummer eins. Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart 5 bis 16 pflanzliche Kalorien verfüttert. Wertvolle pflanzliche Kalorien werden so verschwendet. Land, Wasser und andere Ressourcen, die für den Anbau von Nahrungsmitteln für den Menschen eingesetzt werden könnten, werden stattdessen für den Anbau von Futtermitteln für sog. Nutztiere vergeudet. Nach einem Bericht der Compassion in World Farming wird „Getreide, das dazu genutzt werden könnte, die Hungernden zu ernähren, stattdessen dazu verwendet, Tiere für Nahrung zu mästen.“

Weltweit hungern über 1 Milliarde (1.000.000.000) Menschen. Jede Sekunde stirbt auf diesem Planeten ein Mensch an Hunger, 30 Millionen (30.000.000) Menschen im Jahr.

Täglich sterben bis zu 43.000 Kinder an Hunger, während ca. 50 % der weltweiten Getreideernte und ca. 90 % der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden! Die Verfütterung von pflanzlicher Nahrung zur Erzeugung gesundheitlich bedenklicher tierlicher Produkte ist eine Absurdität, ein Skandal und eine Verschwendung der Superlative: Für die Erzeugung von nur 1 kg Fleisch sind je nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10 – 20 Tonnen (10.000 – 20.000 Liter!) Wasser notwendig.

Auch das sollten Sie sich immer wieder in Erinnerung rufen.

Harte Fakten

In den letzten Jahren hat sich zwar der jährliche Getreideertrag auf über 2000 Millionen Tonnen gesteigert. Große Teile landen jedoch in Tiermägen die für die Fleisch- und Milchproduktion gemästet werden. Gleichzeitig leiden weltweit über 1 Milliarde Menschen an Hunger und jede Sekunde stirbt ein Mensch auf Grund der Unterernährung. Jean Ziegler, ehemaliger UN-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung bringt es auf den Punkt: „Ein Kind das verhungert, wurde ermordet“. Mit einer drastischen Reduktion des Fleischkonsums könnte genug Getreide freigesetzt werden um die steigende Weltbevölkerung dauerhaft zu sättigen.

„…etwa 60 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland dienen der Futtermittelerzeugung. Zusätzlich werden 13 % der Futtermittel importiert (BMELV 2005).“

Chia-Samen

WAS MACHT DIE CHIA-SAMEN ZUM SUPERFOOD?

Schon bei den Mayas und Azteken galt die Chia – insbesondere ihre Samen – nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als Grundnahrungsmittel. Zwei Esslöffel eingeweichter Samen dienten als Stärkung für die mittelamerikanischen Kulturen – die Körner sollten Ausdauer verleihen und die geistige sowie körperliche Leistungsfähigkeit unterstützen. Außerdem sorgte sie für die langanhaltende Sättigung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Chia in der Sprache der Mayas mit „Stärke“ übersetzt wird.

Chia-Samen enthalten gesunde Nährstoffe, Mineralien und Spurenelemente. Mit einem Proteinanteil von 20 Prozent enthalten sie doppelt so viel Eiweiß als andere Getreidesorten. Außerdem sind sie überdurchschnittlich reich an Ballaststoffen und Antioxidantien. Besonders wertvoll jedoch sind die löslichen Ballaststoffe der Chia-Samen. Sie verlangsamen den Abbau von Kohlenhydraten. Dadurch ist die Chia in der Lage, den menschlichen Körper über einen längeren Zeitraum mit Energie zu versorgen. Daher galt sie schon vor 5000 Jahren zur Recht als„Superfood“. Wer sich diesen länger anhaltenden Sättigungseffekt der Chia-Samen zunutze machen möchte, kann sie auch beim Abnehmen einsetzen.

Der hohe Ballaststoff-Gehalt trägt dazu bei, dass die Samen innerhalb weniger Minuten auf das 9-12-fache ihres eigenen Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen können. Das Volumen der Nahrung vergrößert sich, die Verdauung wird zugleich gefördert. Wenn Chia-Samen im rohen Zustand verzehrt werden, sollte daher darauf geachtet werden, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren, der sich auf den Gesamtfettgehalt der Saat bezieht. Die Samen bestehen nämlich zu über einem Drittel aus Fett und gehören somit zu den Ölsaaten. Ungesättigte Fettsäuren zählen zu den Stoffen, die vom Körper selbst nicht synthetisiert werden können – sie sind essentiell. Chia-Samen enthaltenwertvolle Omega-3-Fettsäuren, die in einem optimalen Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren vorliegen (3:1). Und nicht nur das: Das winzige Getreidekörnchen ist reich an Vitamin B, Niacin,Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.

Nährwerte pro 100 Gramm Chia-Samen:

• Energie: 440 kcal
• Eiweiß: 20-22 g
• Fett: 30-35 g
Kohlenhydrate: 25-41 g
• Ballaststoffe: 18-30 g

Zwar enthalten Chia-Samen mit ca. 440 kcal pro 100 Gramm relativ viele Kalorien, doch durch den Quelleffekt mit Wasser wird nur eine geringe Menge zur Sättigung benötigt.

Quelle: http://www.essen-und-trinken.de/chia

Quinoa

QUINOA: GESUND UND GLUTENFREI

GRUNDNAHRUNGSMITTEL DER INKAS

Quinoa kommt aus Südamerika und diente den Inkas in den Hochanden von Peru und Bolivienschon vor 6000 Jahren als Grundnahrungsmittel. Es ist auch unter den Namen Reismelde, Reisspinat, Perureis, Inkareis und Inkaweizen bekannt. Die Inkas selbst bezeichneten Quinoa als „Muttergetreide“, das als gesund und stärkend galt.

Quinoa ist ein sehr gesundes Korn: Es liefert viel Eiweiß, je nach Sorte 12 bis 15 Prozent – viel mehr als andere Getreidesorten. Gut für Vegetarier und Veganer, denn sie finden in Quinoa eine wertvolle Eiweiß-Quelle fernab von Fleisch. Das Eiweiß von Quinoa ist besonders wertvoll, weil es alle für den Menschen essentiellen Aminosäuren enthält. Das sind Bausteine, aus denen Eiweiße zusammengesetzt sind. Essentiell werden sie genannt, weil der Mensch sie nicht selbst herstellen kann und somit mit der Nahrung zuführen muss.

Bemerkenswert ist der Anteil der essentiellen Aminosäure Lysin, die für strahlende Haut und gesunde Knochen sorgt. Auch Eisen, Phosphor und Calcium sind in Quinoa überdurchschnittlich vorhanden. Quinoa enthält mit ca. 170 kcal pro 50 Gramm relativ wenig Kalorien und sättigt lange. All das macht Quinoa zu einem sinnvollen und leckeren Bestandteil der gesunden Ernährung. Quinoa ist außerdem glutenfrei und eignet sich somit auch für die Ernährung bei Glutenunverträglichkeit. Weitere Pseudogetreidearten, die kein Gluten (Klebereis) enthalten, sind übrigens Amaranth und Buchweizen. Hirse ist ein echtes Getreide, was allerdings ebenfalls kein Gluten enthält.

Quelle: http://www.essen-und-trinken.de/quinoa